Gewusst wie Holz
noch besser wird!

Trocknung/Schwinden
Das freie Wasser (H2O) wird durch die Einwirkung von Wärme aus der Zelle getrieben.

Quellung
Das gebundene Wasser OH(Hydroxyl)-Gruppen ziehen das freie Wasser (H2O) in die Zelle.

thermische Modifizierung
Das gebundene Wasser OH(Hydroyl)-Gruppen werden durch Temperaturen ab 160°C von der Zellwand dauerhaft abgespalten und ausgetrieben..

Holz hat die Angewohnheit Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen (Quellung) und bei trockener Umgebung wieder abzugeben (Schwinden).

Dadurch besitzt Holz eine geringe Dimensionsstabilität bei wechselnder Umgebungsfeuchte. Grund dafür ist das physikalische Phänomen, dass die an der Zellwand gebundenen OH(Hydroxyl)-Gruppen freies Wasser (H2O) ständig in die Zelle ziehen (Quellung).

Holz strebt ständig dazu Wasser aufzunehmen. Wird das Umgebungsklima trockener, so wird Wasser wieder abgegeben (Schwinden). Die Holzfeuchtigkeit gleicht sich somit jeweils dem Umgebungsklima an. Diese ständige Quellen und Schwinden führt zur Rissbildung und zum Verziehen des Holzes.

Thermisch modifiziertes Holz (englisch: Thermally Modified Timber, kurz TMT) ist das Endprodukt einer thermischen Modifizierung (Erhitzen) von Holz bei mindestens 160 °C unter Sauerstoffmangel. Die Modifizierung erfolgt in vier Phasen.

Zuerst wird das freie Wasser durch die normale Holztrocknung in ca. zwei Tagen aus den Zellen entfernt. Das Holz hat zum Ende dieser Phase eine Feuchtigkeit von ca. 9 %.
In der zweiten Phase, dem Aufheizen wird bei einer Temperatur bis ca. 105°C in ca. 20h das restliche hygroskopisch gebundene Wasser entfernt. In der eigentlichen Hochtemperaturphase ab ca. 160°C und mit einer Dauer nur noch ca. 6h erfolgt die eigentliche Modifizierung der Holzbausteine durch eine chemische Reaktion, der Teilpyrolyse. Sie führt zur Änderung der chemischen Zusammensetzung des Holzes: Abbau von Hemizellulosen in Furfural und Carbonsäure, der pH-Wert sinkt, dem kristallisieren der Zellulose, dem Auskaramellisieren des Lignins und dem Austreiben flüchtiger Bestandteile (Harze, Fette, Wachse etc.). Ein wesentlicher Effekt ist die deutliche Reduzierung der Anzahl der OH-Gruppen (Hydroxyl-Gruppen). In der letzten Phase wird das Holz abgekühlt und der Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit in ca. 18h angepasst.